Viele Freiberufler arbeiten zu einem weitaus zu geringen Preis für ihre Arbeit und leisten damit im Grunde genommen dem Lohndumping unwissentlich Vorschub.
- Auch er legt die Kosten für den Erhalt seines Unternehmens und für den Kauf privater Anschaffungen auf den Auftraggeber um. Er muss sich dafür nicht entschuldigen. Wird das Honorar nur immer so niedrig wie möglich gehalten, ist es nicht mehr weit bis zum Lohndumping und eines ist sicher:
Es wird immer jemanden geben, der noch günstiger arbeitet und eben kein angemessenes Honorar berechnet.
- Bei einem Angestellten ist es doch auch der Arbeitgeber, der im Prinzip das Leben des Angestellten finanziert, mit allen Ausgaben für Miete und Leben, für Versicherungen, Autokauf oder Urlaubsreise.
Der Unternehmer legt diese Kosten für das entsprechende Gehalt anteilig auf die Kunden des Unternehmens um, die dafür eine Leistung erhalten. Nicht anders ist das bei einem Freiberufler. - Es müssen erst einmal einige Vorüberlegungen getroffen werden, um das angemessene Honorar überhaupt zu finden. Dabei muss der Freiberufler aber davon abkommen, sich dafür entschuldigen zu wollen, dass sein Kunde seinen gesamten Lebensstandard mitfinanzieren soll.
- Wenn einmal aufgerechnet wird, welches Honorar für den Freiberufler denn als angemessen zu bezeichnen ist, so sind viele erschrocken: Das ist doch viel zu hoch! Doch bei genauerem Hinsehen ergibt sich, dass ein genau durchkalkuliertes Honorar durchaus angemessen sein kann.